Kaltenborn-Evjenth

Die Therapie nach Kaltenborn-Evjenth ist ein bekanntes System zur manuellen Untersuchung und Behandlung von Gelenks-, Nerven- und Muskelbeschwerden. Entwickelt wurde das System vom Norweger Freddy M. Kaltenborn. Zusammen mit seinem Kollegen Olaf Evjenth hat er dieses ständig weiterentwickelt. Ein besonderes Merkmal des Kaltenborn-Evjenth-Konzepts sind die biomechanischen Überlegungen zur Gelenksmobilisation. So werden mittels der Konkav-Konvex-Regel Zusatzbewegungen bestimmt, mit welchen eine zugleich schonende wie physiologische Verbesserung des Bewegungsausmasses eines Gelenkes erzielt wird.

Konvexregel: Bei der Bewegung des konvexen Gelenkpartners, findet das Rollen immer in die gleiche Richtung der Rotation, und das Gleiten immer in die gegensinnige Richtung der Rotation statt.

Konkavregel: Bei der Bewegung des konkaven Gelenkpartners, findet das Rollen bzw. Schaukeln und das Gleiten immer in die gleiche Richtung der Rotation statt.

Vojtatherapie

Die Vojtatherapie wurde in den 50er und 60er Jahren vom tschechischen Professor für Neurologie Vaclav Vojta entwickelt. Sie basiert auf der Grundlage der Reflexlokomotion (Reflexfortbewegung).

Mittels Aktivierung der Reflexlokomotion können bei Patienten mit geschädigtem Zentralnervensystem und Bewegungsapparat wichtige Bewegungsmuster wieder erreicht werden.

Während sich der Patient in Bauch-, Rücken oder Seitenlage befindet, übt der Therapeut einen gezielten Druck auf bestimmte Punkte des Körpers aus. Durch diesen Druck werden im Gehirn gespeicherte und angeborene Bewegungsmuster aktiviert und als koordiniertes Bewegungsmuster in den Rumpf und die Extremitäten transportiert.

Bobath

Das Bobath-Konzept ist ein umfassender Behandlungsansatz in der neurologischen Therapie, welches zur Beurteilung und Behandlung von Patienten herangezogen wird. So wird das Bobath-Konzept zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder bei Zerebralparese angewendet. Das Ziel der Anwendung des Bobath-Konzeptes ist es, die Effizienz der motorischen Kontrolle durch motorisches Lernen zu fördern. Dadurch soll die Funktion und Partizipation im Alltag verbessert werden. Typische therapeutische Interventionen sind die Fazilitation von Bewegungen, die Mobilisation und das aktive Üben einzelner Komponenten einer Aktivität.

Fazilitation: Aktivieren von physiologischen Bewegungsmustern – Über die Haut, das Bindegewebe, die Muskulatur, die Knochen oder Gelenkte können dem Nervensystem Informationen gegeben werden, welche der Körper mit einer Lähmung von sich aus nicht mehr liefern kann.

Funktionelle Bewegungstherapie nach Klein-Vogelbach

Die Grundlage der Funktionellen Bewegungstherapie nach Klein-Vogelbach ist eine genaue Bewegungsanalyse aufgrund von spezifischen Beobachtungskriterien. Aufgrund der Bewegungsanalyse könne Aussagen über die Harmonie, das Timing und den Rhythmus einer Bewegung sowie das Bewegungsausmass gemacht werden. Wenn Abweichungen von der Norm vorliegen werden diese mittels therapeutischen Übungen und manipulativ- didaktischen Techniken behandelt. Die Wirksamkeit einer Behandlung wird dabei stetig mittels Verlaufszeichen auf die Erreichung der Behandlungsziele überprüft.

Akupunktur Massage (APM) nach Radloff

Die Akupunktur Massage nach Radloff ist eine Therapieform der Alternativmedizin, deren Grundlagen auf der traditionellen Chinesischen Medizin basieren. Der therapeutische Ansatz der Akupunktur Massage nach Radloff bildet der Energiekreislauf. Körperliche Beschwerden werden dabei durch eine Störung im Fluss oder einer ungleichen Verteilung der Lebensenergie gesehen. Ziel der Behandlung mittels APM ist es, den Energiefluss zu harmonisieren und Blockaden zu lösen. Die Effizienz der Behandlung lässt sich mittels der Ohr-Reflexzonen-Kontrolle direkt überprüfen.